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Ein im wahrsten Sinne des Wortes bewegtes Wochenende liegt hinter uns. Am 27. und 28. September wurde unser SVT Köln von der Pressnitztalbahn von Cottbus nach Neuenmarkt-Wirsberg überführt. Im Deutschen Dampflokomotiv Museum legt der künftige Maybach Express einen Zwischenhalt ein – und kann dort in den kommenden Wochen von außen besichtigt werden.

Unsere Reise begann Freitagnacht um 22:12 Uhr. Mit an Bord waren unsere SVT-Experten Siegfried Fuchs und Wolfgang Lederer. Sie verbrachten die Nacht in echter Eisenbahnromantik: bei Kerzenschein im ehemaligen Speisewagenabteil.

 

 

Den Zwischenhalt in Neumark im Vogtland erreichte der Zug gegen 7:00 Uhr morgens. In der Werkstatt der Länderbahn wurde er dort mehrere Stunden lang liebevoll von Hand gereinigt. Aber nicht nur unser Zug wurde gepflegt: Unsere SVT-Experten wurden von den Mitarbeiterinnen der Länderbahn sogar mit einem leckeren Frühstück versorgt.

 

 

Spektakulär ging es am Samstag weiter. Jetzt im Führerstand mit an Bord war Projektmanager Tobias Schiedermeier. Ein Höhepunkt war die Überquerung der Göltzschtalbrücke. Als diese 1851 erbaut wurde, war sie mit einer Höhe von 78 Metern die größte Eisenbahnbrücke der Welt. Bis heute ist sie vor der etwas kleineren Elstertalbrücke, die ebenfalls auf unserer Strecke lag, immer noch die größte aus Ziegelstein gemauerte Brücke. Genauso legendär und noch drei Jahre älter ist die „Schiefe Ebene“ im bayerischen Landkreis Kulmbach, ein Teilabschnitt der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Lindau nach Hof. Zwischen den Bahnstationen Marktschorgast und Neuenmarkt überwindet die Rampe einen Höhenunterschied von 160 Metern.

Unser SVT auf dieser Route – das war eine geballte Ladung Bahngeschichte!

 

 

In den Abendstunden kam der Zug am Ziel an: dem Deutschen Dampflokomotiv Museum. Dessen Leiter Jürgen Birk freut sich über den Gast: „Der SVT 137 856 markiert einen wichtigen Teil der Eisenbahngeschichte. Er hat eine Entwicklung angestoßen, die letztendlich zur Ablösung der Dampflokomotiven geführt hat und ist damit ein wichtiger Teil der Dampflokgeschichte. Er hilft zu verstehen, warum die schwarzen Giganten heute nicht mehr zum Alltag auf der Schiene gehören.“

Wir bedanken uns beim Team des Dampflokmuseum und allen Beteiligten, die dafür gesorgt haben, dass die Überführung so reibungslos verlief – wir sind sehr glücklich!

Übrigens: Die beiden Kameramänner Tim und Max von rt1.tv haben uns während der Fahrt begleitet. Den Trailer, der daraus entstand, zeigen wir hier in den kommenden Tagen.

 

 

Fotos:
1. Im ehemaligen Speisewagen des SVT – die SVT-Experten reisen bei Kerzenschein; copyright by Wolfgang Lederer
2. In der Werkstatt der Länderbahn in Neumark.
3. Der SVT kommt im Dampflokmuseum in Neuenmarkt-Wirsberg an.
4. Unser Filmteam bei Probeaufnahmen mit Göltzschtalbrücke in Hintergrund.

 

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